Wie lassen sich neue Verpackungen schnell entwickeln und trotzdem unter realistischen Produktionsbedingungen testen? Für Hersteller von Konsumgütern ist genau das eine zentrale Herausforderung. Neue Flaschendesigns müssen optisch überzeugen, funktional sein und zuverlässig auf bestehenden Produktionslinien verarbeitet werden können.
Unilever und Serioplast setzen deshalb auf 3D-Druck in der Verpackungsentwicklung. Statt für jeden Pilottest eine aufwendig gefertigte Metallform herzustellen, werden Formeinsätze für das Streckblasverfahren additiv gefertigt.
Das Ergebnis: bis zu 70 % kürzere Durchlaufzeiten und bis zu 90 % geringere Werkzeugkosten. Neue Verpackungsprototypen können schneller getestet und optimiert werden, bevor die Investition in das endgültige Serienwerkzeug erfolgt.
Lösung für Verpackungsindustrie anfragen
In der Konsumgüter- und Verpackungsindustrie entscheidet Geschwindigkeit mit darüber, wie schnell ein neues Produkt marktreif wird. Gleichzeitig muss eine Verpackung zahlreiche Anforderungen erfüllen.
Design, Haptik, Material, Stabilität und Herstellbarkeit müssen zusammenpassen. Bei Flaschen kommt hinzu, dass sie später zuverlässig befüllt, verschlossen, etikettiert und verpackt werden müssen.
Einfache Designmodelle reichen für diese Prüfungen häufig nicht aus. Für einen realistischen Verpackungsprototyp war deshalb bisher oft ein konventionelles Pilotwerkzeug notwendig. Genau dieses Werkzeug wurde zum Zeit- und Kostenfaktor.
Du möchtest Verpackungsprototypen schneller entwickeln und testen?
Anwendung mit 3D-MODEL prüfen
Flaschen und andere Kunststoffverpackungen werden häufig im Blasformverfahren hergestellt. Für große Stückzahlen ist das Verfahren wirtschaftlich und schnell.
Die Herstellung der benötigten Metallformen ist dagegen aufwendig. Konstruktion, Materialbeschaffung, CNC-Bearbeitung und Nachbearbeitung können mehrere Wochen beanspruchen.
Bei Pilotwerkzeugen ist das besonders problematisch: Soll lediglich ein neues Design getestet werden, entstehen bereits hohe Werkzeugkosten. Ändert sich die Geometrie anschließend, muss das Werkzeug erneut angepasst oder hergestellt werden.
Für schnelle Iterationen in der Produkt- und Verpackungsentwicklung ist dieser klassische Prozess deshalb nur eingeschränkt geeignet.
Unilever und Serioplast nutzen 3D-gedruckte Formen, um diese Lücke zwischen einfachem Designmodell und aufwendigem Serienwerkzeug zu schließen.
Dabei wird nicht die spätere Flasche direkt 3D-gedruckt. Stattdessen entsteht der Formeinsatz für das Streckblasverfahren im 3D-Drucker.
Der gedruckte Einsatz wird nachbearbeitet, in einen Metallrahmen integriert und anschließend in der vorhandenen Blasformmaschine verwendet.
So entstehen Verpackungsprototypen aus dem vorgesehenen Kunststoff und mit einem Verfahren, das der späteren Serienfertigung sehr nahekommt.
3D-Druck für Werkzeugbau anfragen
Der additive Werkzeugbau verkürzt die Herstellung von Pilotformen bei Unilever und Serioplast von sechs bis acht auf rund zwei Wochen. Gleichzeitig sinken die Werkzeugkosten um bis zu 90 %.
So können mehrere Verpackungsdesigns getestet und optimiert werden, bevor die Investition in eine konventionelle Metallform erfolgt.
Nach Konstruktion und 3D-Druck werden die Formeinsätze nachbearbeitet und in die Blasformmaschine integriert. Damit entstehen produktionsnahe Testflaschen für Design-, Funktions- und Konsumententests.
Die Prototypen können zudem genutzt werden, um Abfüllung, Verschließen, Etikettierung und weitere Prozesse der Produktionslinie frühzeitig zu prüfen.
Die Anwendung zeigt, wie 3D-Druck Produktentwicklung, Prototypenbau und Werkzeugbau miteinander verbindet. Unternehmen können Entwicklungszyklen verkürzen und Verpackungen früher unter realistischen Bedingungen validieren.
3D-MODEL unterstützt dich bei der Auswahl geeigneter 3D-Druck-Verfahren, Materialien und Prozesse für Prototypen, Formen und Werkzeuge.
Jetzt 3D-Druck-Anwendung besprechen
Du möchtest Verpackungsprototypen, 3D-gedruckte Formen oder Pilotwerkzeuge schneller und kosteneffizient herstellen? 3D-MODEL unterstützt dich bei der Bewertung deines Anwendungsfalls, der Konstruktion sowie bei der Auswahl des passenden 3D-Druck-Verfahrens und Materials.
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3D-Druck wird für Verpackungsprototypen, Formeinsätze, Pilotwerkzeuge und Produktionshilfen eingesetzt. Unternehmen können damit neue Verpackungsdesigns schneller testen und Entwicklungszeiten reduzieren.
3D-gedruckte Formen lassen sich schneller und kostengünstiger herstellen als klassische Pilotwerkzeuge. Dadurch können mehrere Designvarianten getestet werden, bevor ein Serienwerkzeug gefertigt wird.
Ja. Neben direkt gedruckten Prototypen können auch 3D-gedruckte Formen eingesetzt werden, um produktionsnahe Verpackungen aus dem später vorgesehenen Material herzustellen.
Rapid Tooling bezeichnet die schnelle Herstellung von Werkzeugen und Formeinsätzen. Mit 3D-Druck können Pilotwerkzeuge für Prototypen und Kleinserien ohne aufwendige CNC-Fertigung produziert werden.
Digitale Designs können schnell in Prototypen oder Werkzeuge umgesetzt werden. Änderungen lassen sich direkt im CAD-Modell vornehmen und anschließend erneut unter realistischen Bedingungen testen.
Ja, abhängig von Material, Verfahren und Prozessbelastung. 3D-gedruckte Formen eignen sich besonders für Prototypen und Pilotserien, bevor in langlebige Serienwerkzeuge investiert wird.