3D-Druck und 3D-Scanning für Automotive

Digitale Lösungen für Fahrzeugentwicklung, Fertigung und Reverse Engineering

In der Automotive-Branche müssen Fahrzeugteile entwickelt, geprüft, angepasst und zuverlässig gefertigt werden. Mit 3D-Druck und 3D-Scanning lassen sich Prototypen, Betriebsmittel, Halterungen, individuelle Fahrzeugkomponenten und Ersatzteile digital entwickeln oder auf Grundlage bestehender Bauteile rekonstruieren.

3D-MODEL unterstützt dich bei der Auswahl passender 3D-Drucker, 3D-Scanner, Materialien und Softwarelösungen. Dabei wird der gesamte Workflow berücksichtigt – von der digitalen Erfassung eines Fahrzeugs oder Bauteils über die Konstruktion bis zur additiven Fertigung.

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Warum werden 3D-Technologien in der Automobilindustrie eingesetzt?

Fahrzeugteile schneller entwickeln und flexibel fertigen

Fahrzeughersteller, Zulieferer und Fahrzeugbauer benötigen häufig individuelle Lösungen. Der 3D-Druck ermöglicht zusätzliche Iterationen, mit denen sich Konzepte und Werkzeuge vor der Produktion weiter verfeinern lassen. Auch benötigte Teile und Produktionswerkzeuge können bei Bedarf hergestellt werden.

3D-Scanning ergänzt diesen Prozess durch die digitale Erfassung vorhandener Fahrzeuge und Komponenten. Die Scandaten können als Grundlage für Konstruktion, Reverse Engineering, Restaurierung oder die Fertigung passgenauer Ersatzteile dienen.

Typische Vorteile:

  • Schnellere Entwicklung und Überarbeitung von Prototypen
  • Individuelle Anpassung an Kundenanforderungen
  • Herstellung passgenauer Betriebsmittel
  • Digitale Erfassung vorhandener Fahrzeugteile
  • Rekonstruktion nicht mehr verfügbarer Ersatzteile
  • Weniger manuelle Messungen
  • Weiterverarbeitung der Scandaten in CAD
     

3D-Druck im Automotive-Bereich

Von der ersten Idee bis zum einsatzfähigen Fahrzeugteil

Mit 3D-Druck können Fahrzeughersteller und Zulieferer Prototypen, Hilfsmittel und individuelle Komponenten betriebsintern herstellen. Mehrere Varianten lassen sich fertigen, testen und vor der Serienproduktion weiterentwickeln.

Auch Schablonen, Vorrichtungen, Schalterhalterungen und Touchscreen-Halterungen können an ein konkretes Fahrzeug oder einen bestimmten Arbeitsschritt angepasst werden. Bei Hymer wird der betriebsinterne 3D-Druck beispielsweise für Prototypen, Hilfsmittel und vereinzelt für Endanwendungsteile eingesetzt.

Fahrzeugkomponenten können als physische Modelle hergestellt, geprüft und weiterentwickelt werden.

Passgenaue Schablonen, Vorrichtungen, Halterungen und Sicherungen unterstützen Arbeitsabläufe in Entwicklung und Montage.

Kundenspezifische Einzelteile und Halterungen lassen sich an vorhandene Fahrzeuggeometrien anpassen.

Wie wird 3D-Scanning im Automotive-Bereich eingesetzt?

Fahrzeuge und Bauteile digital weiterverwenden

Mit einem 3D-Scanner lassen sich einzelne Fahrzeugteile, Karosseriebereiche, Fahrgestelle oder komplette Fahrzeuge erfassen. Beim Scan eines historischen VW-Busses wurden beispielsweise Karosserie, Unterseite, Dach und weitere Fahrzeugbereiche digitalisiert und zu einem detaillierten 3D-Modell verarbeitet.

Beim Reverse Engineering dienen die Scandaten als Grundlage für neue CAD-Modelle. Dadurch können alte oder nicht mehr verfügbare Teile rekonstruiert, modifiziert und anschließend für Prototyping oder Fertigung verwendet werden.

Vorhandene Fahrzeugteile werden gescannt und als Grundlage für bearbeitbare CAD-Modelle genutzt.

Nicht mehr verfügbare Komponenten können anhand eines bestehenden Teils digital nachgebildet werden.

Auch größere Fahrzeugbereiche oder komplette Fahrzeuge lassen sich als detailliertes 3D-Modell erfassen.

Wie funktioniert ein digitaler Automotive-Workflow?

Von der Fahrzeuggeometrie bis zum fertigen Bauteil

Entscheidend ist das Zusammenspiel aus 3D-Scanning, Datenaufbereitung, CAD-Konstruktion, 3D-Druck und Materialauswahl. Die eingesetzten Lösungen müssen zur Größe des Bauteils, zur Geometrie und zur geplanten Anwendung passen.

3D-MODEL verbindet Lösungen für 3D-Scanning, Reverse Engineering und additive Fertigung zu einem abgestimmten Workflow.

Digitalen Workflow planen

Ein typischer Workflow:

1. Anwendung definieren

Welches Fahrzeugteil, Hilfsmittel oder Konstruktionsproblem soll bearbeitet werden?

2. Daten erfassen oder erstellen

Das vorhandene Fahrzeug oder Bauteil wird gescannt oder auf Grundlage bestehender CAD-Daten konstruiert.

3. Daten aufbereiten

Die Scandaten werden verarbeitet und für Konstruktion, Anpassung oder 3D-Druck vorbereitet.

4. Bauteil fertigen

Der Prototyp, die Vorrichtung oder die Fahrzeugkomponente wird mit einem geeigneten Verfahren hergestellt.

Automotive 3D-Referenzen

Praxisbeispiele mit messbarem Mehrwert

Hymer nutzt den Formlabs Fuse 1+ 30W in der Entwicklungsabteilung und für die Produktion von Hilfsmitteln. Der betriebsinterne SLS-3D-Druck unterstützt die Entwicklung neuer Bauteile und die Herstellung passender Montage- und Hilfsmittel im Fahrzeugbau.

Hymer

Die Tony Brändle AG setzt 3D-Scanning und 3D-Druck für individuelle Fahrzeugaufbauten ein. Mit dem Artec Eva werden fehlende 3D-Zeichnungen selbst erstellt. Mit dem Markforged X3 entstehen Bauteile wie Schalter- und Touchscreen-Halterungen. Dadurch werden Planung und Produktion individueller Fahrzeugprojekte vereinfacht und Zeit sowie Kosten reduziert.

Tony Brändle AG

Scratch Build nutzt den Artec Leo für Reverse Engineering im Automotive-Bereich. Alte Fahrzeugteile ohne Konstruktionspläne werden gescannt und in exakte CAD-Modelle überführt, die für Prototyping oder Fertigung geeignet sind. So kann dieser Prozess innerhalb weniger Stunden statt mehrerer Tage erfolgen.

Scratch Build

Häufige Fragen zum 3D-Druck und 3D-Scanning im Automotive Bereich

Wir beantworten die häufigsten Fragen

3D-Druck wird für Prototypen, Produktionshilfen, Vorrichtungen, Schablonen, Halterungen und individuelle Fahrzeugkomponenten eingesetzt. Digitale Entwürfe lassen sich fertigen, testen und bei Bedarf kurzfristig anpassen.

Je nach Verfahren und Material können Musterteile, Montagehilfen, Halterungen und individuell angepasste Komponenten gefertigt werden. Ob ein Bauteil für die konkrete Anwendung geeignet ist, muss anhand seiner Belastung und Einsatzumgebung geprüft werden. 3D-MODEL unterstützt bei der Auswahl einer passenden Fertigungslösung.

Das vorhandene Fahrzeugteil wird mit einem 3D-Scanner erfasst. Die Scandaten werden anschließend aufbereitet und als Grundlage für ein bearbeitbares CAD-Modell oder eine konstruktive Anpassung genutzt.

Ein vorhandenes Originalteil kann gescannt und digital nachgebildet werden. Dadurch lassen sich fehlende Konstruktionsdaten rekonstruieren und für Prototyping oder Fertigung vorbereiten. 3D-MODEL berät zu 3D-Scanning, Datenaufbereitung und Reverse Engineering.

Mit geeigneten mobilen und stationären Scannern können einzelne Fahrzeugteile, Innenräume, Karosseriebereiche oder komplette Fahrzeuge digitalisiert werden. Für unterschiedlich große Bereiche können mehrere Scansysteme kombiniert werden.

3D-Scanning reduziert den Aufwand für manuelle Messungen und liefert eine digitale Grundlage für Konstruktion, Dokumentation, Anpassung und Qualitätskontrolle. 3D-MODEL unterstützt bei der Auswahl geeigneter Scanner und Softwarelösungen für unterschiedliche Fahrzeuggrößen.

Die Materialauswahl richtet sich nach Festigkeit, Temperaturbelastung, Flexibilität und Umgebungsbedingungen. Je nach Anwendung können technische Kunststoffe, Nylonwerkstoffe, Verbundmaterialien oder Metalllösungen eingesetzt werden.

Spezialisierte Anbieter verbinden 3D-Scanner, CAD-Software, Drucktechnologien und Materialien zu einem durchgängigen Workflow. 3D-MODEL berät Fahrzeughersteller, Zulieferer und Fahrzeugbauer von der Datenerfassung bis zum fertigen Bauteil.