Wie lassen sich kleine Bauteile unter Reinraumbedingungen präzise, sicher und effizient montieren? Vor dieser Herausforderung stand die Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG bei der Entwicklung einer Montagevorrichtung für Spritzenverschlüsse.
Gesucht war eine Lösung, die sich schnell, kostengünstig und in unterschiedlichen Formatgrößen herstellen lässt. Gemeinsam mit 3D-MODEL setzte Vetter deshalb auf industriellen 3D-Druck für die Pharmaindustrie. Mit dem Formlabs Form 3BL entstand eine individuelle, reinraumtaugliche und autoklavierbare Montagehilfe.
Lösung für die Pharmaindustrie anfragen
Das Montieren kleiner Spritzenverschlüsse mit Handschuhen stellt hohe Anforderungen an Präzision und Benutzerfreundlichkeit. Gleichzeitig sollte die Montagevorrichtung flexibel an unterschiedliche Formate angepasst werden können.
Die Anforderungen an die 3D-gedruckte Montagehilfe waren:
Für die Entwicklung der Montagehilfe investierte Vetter bei 3D-MODEL in einen Formlabs Form 3BL SLA-3D-Drucker. Das System ermöglicht die präzise Fertigung größerer Bauteile und Kleinserien mit hoher Detailgenauigkeit und gleichmäßiger Oberfläche.
Die ersten Prototypen wurden aus Formlabs Black Resin gefertigt. Dadurch konnte Vetter das Design der Montagevorrichtung testen und schrittweise optimieren.
Für die finale Anwendung kam Formlabs Tough 1500 Resin zum Einsatz. Das widerstandsfähige Material bietet ähnliche Eigenschaften wie Polypropylen und eignet sich für Bauteile, die wiederholt belastet oder verformt werden. Gleichzeitig erfüllt es eine entscheidende Anforderung der Anwendung: Tough 1500 Resin ist autoklavierbar.
Damit zeigt die Anwendung, welche Rolle die passende Kombination aus 3D-Drucker, Konstruktion und 3D-Druck-Material für die Pharmaindustrie spielt.
Bei der Konstruktion lag der Fokus auf Funktionalität, Reinraumtauglichkeit und einer zuverlässigen Nachbearbeitung.
Durch gezielte Anpassungen an Design und Druckausrichtung konnten bewegliche Funktionsteile mit inneren Hohlräumen und hoher Passgenauigkeit hergestellt werden. Verschiedene Öffnungsformen wurden getestet, damit sich Rest-Resin zuverlässig ausspülen lässt.
Eine wellenförmige Führung reduzierte außerdem die Kapillarwirkung zwischen den Bauteilen. So entstand eine präzise und benutzerfreundliche Montagevorrichtung aus dem 3D-Drucker.
Der Einsatz der additiven Fertigung in der Pharmaindustrie bietet Vetter mehrere Vorteile:
Der Formlabs Form 3BL wurde für die Entwicklung und Herstellung der Montagehilfe eingesetzt. Zur Nachbearbeitung verwendet Vetter außerdem den Form Wash L und den Form Cure L.
Das SLA-System eignet sich besonders für den präzisen 3D-Druck von Montagehilfen, Vorrichtungen und Funktionsbauteilen.
Zusätzlich investierte Vetter in ein vollständiges Formlabs Fuse-System. Dazu gehören der Formlabs Fuse 1+ 30W, der Fuse Sift und der Fuse Blast.
Das SLS-System soll die Flexibilität und Leistungsfähigkeit zukünftiger Projekte im Bereich der industriellen additiven Fertigung weiter erhöhen.
Die Case Study zeigt, wie 3D-Druck in der Pharmaindustrie zur Entwicklung individueller Montagehilfen eingesetzt werden kann. Mit dem Formlabs Form 3BL, einem anwendungsbezogenen Design und dem autoklavierbaren Tough 1500 Resin entwickelte Vetter eine präzise und reinraumtaugliche Montagevorrichtung.
Die Lösung verkürzt die Montage der Spritzenverschlüsse und ermöglicht gleichzeitig schnelle Anpassungen im Entwicklungsprozess. Entscheidend ist dabei nicht allein der 3D-Drucker, sondern das Zusammenspiel aus Konstruktion, Material, Druckausrichtung und Nachbearbeitung.
Mehr über 3D-Druck im Gesundheitswesen
Du möchtest Montagehilfen, Vorrichtungen oder andere Betriebsmittel für deine Pharmaproduktion additiv fertigen? 3D-MODEL unterstützt dich bei der Bewertung deines Anwendungsfalls, der Konstruktion sowie der Auswahl des passenden 3D-Druckers und Materials.
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3D-Druck wird in der Pharmaindustrie zum Beispiel für Montagehilfen, Vorrichtungen, Prototypen und individuelle Betriebsmittel eingesetzt. Bauteile können schnell angepasst und in kleinen Stückzahlen gefertigt werden.
Mit 3D-Druck lassen sich individuelle Bauteile schnell, flexibel und ohne aufwendige Werkzeugherstellung fertigen. Das ist besonders praktisch, wenn Montagehilfen oder Vorrichtungen häufig angepasst werden müssen.
Ja. Montagehilfen können gezielt für bestimmte Arbeitsschritte konstruiert und anschließend additiv gefertigt werden. Bei Vetter wurde zum Beispiel eine Montagehilfe für Spritzenverschlüsse mit 3D-Druck hergestellt.
Das hängt von der Anwendung ab. Wichtig sind unter anderem Temperaturbeständigkeit, Reinigbarkeit, mechanische Belastbarkeit und die Anforderungen im Produktionsumfeld. Für die Montagehilfe bei Vetter wurde ein autoklavierbares Material eingesetzt.
3D-gedruckte Bauteile können auch für Anwendungen im Reinraum entwickelt werden. Entscheidend sind die Materialwahl, die Konstruktion, die Oberflächenqualität und die passende Nachbearbeitung.
Der passende 3D-Drucker hängt von Bauteilgröße, Material, Stückzahl und Anwendung ab. Für präzise Montagehilfen und Funktionsbauteile kommen zum Beispiel SLA- oder SLS-3D-Drucker infrage. 3D-MODEL unterstützt bei der Auswahl der passenden Technologie für den jeweiligen Anwendungsfall.